Das Jahr der Tiger – und Social Media
Mai 2010 | Meinung von Tom Schoener | Neue Artikel per Mail erhaltenDa hat wohl jemand begriffen, wie Social Media Kommunikation im Jahr 2010 funktioniert. Facebook, Twitter, Studi- und SchülerVZ, Flickr sowie YouTube – der WWF nutzt alle Kanäle, um mit seiner aktuellen Kampagne auf das Aussterben der letzten 3.200 Tiger auf unserem Planeten hinzuweisen und zum Kampf dagegen aufzurufen. Imposant ist hierbei insbesondere die neueste Facebook-Applikation.

Bei der Guerilla-Aktion des WWF kann man, von einer düsteren Stimme aus dem Off inhaltlich begleitet, am eigenen Facebook-Profil miterleben, wie der eigene (wenn auch nur virtuelle) Lebensraum immer mehr vernichtet wird und zusehends alle Freunde (und das ist für die meisten Facebooker mit Garantie der absolute Supergau) verschwinden. Nahezu die komplette Seite färbt sich schwarz und dann ist man ausgelöscht… - nun ja, nicht ganz. Es bleibt ein kleiner weißer Fleck und die Aufforderung sich am Kampf gegen das Aussterben der Tiger zu beteiligen und sei es nur dadurch, dass man seine Freunde auf die Kampagne hinweist
WWF-Pressesreferent Roland Gramling erklärt in einem Interview, wieso der WWF diesen Weg eingeschlagen hat: „Die Hauptzielgruppe der „Tiger Kampagne“ im Frühjahr/Sommer sind Jugendliche und “jüngere Erwachsene” bis 35 Jahren. Da ist es naheliegend, dass die Kommunikation hauptsächlich im Internet stattfindet.“
Die Social Media-Bemühungen des WWF sind ein gutes Beispiel dafür, dass man eben seine Zielgruppe da abholen muss, wo sie sich befindet – und das ist eben immer mehr das Internet. Zudem belegen knapp 7.000 Freunde, dass sich junge Menschen doch für mehr interessieren als Games, Flirts und den neuesten Promi-Tratsch.
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