Odysseus, Julius und Ich
April 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhalten
Weil ich gerade meinen gewitzten habe: Twitter kann ja sogar Laune machen. Habe ich ehrlicherweise, nach eher final negativen Selbstversuchen in diesem sozialen Web-Glaskasten, in dieser Form nicht erwartet. Wenn sich allerdings der Boss des Imperium Romanum, Ostblockchefauftauer M. S. Gorbatschow oder good ol’ Odysseus zu Wort melden, bin sogar ich gern Follower. Kostprobe? Gut, nehmen wir doch gleich den “Ithacarulerdotcom”. Dessen letzten Statusmeldungen lesen sich wie folgt:
Just saw a dude with one eye!
Circe is hot. All my bros turned into pigs. LULZ!
Hot singing chicks! KTHXBA!!
Wrecked the boat. Totaled. Everyone dead. FAIL.
Back home! Who r all these random dudes?
Feinst! 800 Seiten hexametrische, abendländische Kulturgeschichte auf einige Tweets runtergetwittert. Oder der gute Gutenberg, der kürzlich seinen Status wie folgt aktualisierte: Finally finished invention. Disappointed to learn that no one can read. Oder Cäsar, der sich über arabische Zahlencodierungen im Netz brüskiert: Real patriots use roman numerals ONLY! Soviel Spaß kann in dem 140-Zeichen-Nervbolzen stecken. Und für die absoluten Perlen muss man sich nicht mal bei Twitter anmelden. Auf “Historical Tweets” werden die originellsten Nachrichten archiviert. Kann man machen, meine ich.
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