Social Web about BP
Juni 2010 | Meinung von Tom Schoener | Neue Artikel per Mail erhaltenDer 22. April 2010 wird wohl als einer der schwärzesten Tage in die Geschichte der Menschheit eingehen. Schwarz im wortwörtlichen Sinne, denn an diesem Tag führte bekanntlich eine Explosion zum Untergang der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ und damit zu der größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten. „Das Tschernobyl des Öl-Zeitalters?“, wie die FAZ die Folgen dieses Schreckensszenario fragend bezeichnet, hat neben wirtschaftlichen selbstverständlich auch Konsequenzen hinsichtlich des Images für den Ölkonzern. Eine bedeutende Rolle spielen dabei die verschiedenen Social Media Kanäle. Unmittelbar nach dem Vorfall hat BP eine Facebook-Seite und einen Twitter-Account eingerichtet. Die Reaktion innerhalb des Social Web ist jedoch knallhart. Eine Facebook-Seite, die zum Boykott von BP aufruft, hat bereits jetzt achtmal so viele Fans wie die offizielle BP-Facebook-Seite.

Und natürlich schweigt auch Greenpeace keinesfalls. Im Gegenteil. Die Umweltschützer haben den Wettbewerb „Behind the logo“ ins Leben gerufen. Nach dem Flaggenwechsel beim britischen Hauptquartier des Ölmulties ruft Greenpeace nun auf der eigenen Homepage auf, das BP-Logo neu zu entwerfen und auf diese Weise zu zeigen, was sich tatsächlich hinter der grünen Fassade von BP verbirgt. Erste Entwürfe sind bereits aufs Flickr zu begutachten.
Der Fall BP und dessen Thematisierung im World Wide Web ist ein gutes Beispiel dafür, dass Social Media natürlich nicht nur der positiven Imagepflege eines Unternehmens dienen muss. Und wenn einmal der Stein ins Rollen gebracht wurde…
Via Webguerillas
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