Dell’s Kitchen
März 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhalten
Augen reiben, blinzeln und dann noch einmal lesen: Ja, Second Life gibt es nach wie vor. Es ist in den letzten Monaten ja ruhig um den virtuellen Marktplatz geworden, von Schlagzeilen über deviantes Verhalten und steiles Inflationsverhalten des Linden-Dollars einmal abgesehen. Was Unternehmen allerdings nach wie vor nicht davon abhalten kann, sich der Kleinstaaterei anzuschließen und ein paar pixelige Erlebniswelten aus dem Boden zu stampfen.
Im Grunde verhält es sich mit Second Life vielleicht ähnlich wie mit “The Motorized Ice Cream Cone” - nette Idee, aber eigentlich komplett sinnlos. Oder mir beweist an dieser Stelle jemand das Gegenteil. Bis dahin stütze ich mich auf eben erlebte fünf Minuten in Dell’s Crystal Pavilon. Während sich am Eintrittspunkt, einer offensichtlich schlechten Interpretation Berlins, wenigstens noch eine Handvoll Charaktere rotteten und ich von DarkAngel87 (oder so) sofort mit einem überschwänglichem “Huhu…” angetextet wurde, zeigte sich, nach gelungenem Teleport, auf der Dell-Insel lediglich gähnende Leere. Nicht einmal eine Art virtueller Gebrauchtwagenhändler, der mich am Infostand über die neuesten Dell-Produkte hätte informieren können, gab sich dort ein Stelldichein. Wenn das also die innovative Marketing-Spielwiese sein soll, die ursprünglich die Mutter des Gedankens war, dann funktioniert das, zumindest in Sachen Dell, leidlich schlecht.


Network Lounge







