Wa(h)re Freundschaft
September 2009 | Meinung von Claudia Morgenstern | Neue Artikel per Mail erhaltenEinsame Stadtpflanzen und die zunehmende Anonymität in den Metropolen der Welt sind die sozialen Probleme, die im realen Leben scheinbar nicht zu lösen sind. Deswegen gibt es eine Online-Plattform, die ähnlich absurd daher kommt wie jene für Freiwildjäger. Der Name Friends to Rent bringt das Geschäftsmodell prompt auf den Punkt. Anmelden, Freundschaft gegen Geld bieten und stundenweise abkassieren – Prostitution light, sozusagen.

Da stellt sich mir die Frage, was Mensch alles falsch machen muss, dass er nicht einmal mehr einen einzigen Freund hat. Nur einen, der mal auf einen Drink mit in die Kneipe kommt oder ab und zu mit ins Kino geht. Also, mein imaginärer Freund hat mich da noch nie enttäuscht.
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