Making enemies is good!
Januar 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhalten
Yeah, “wir bleiben immer anti” hallt es auch 2009 durch die AJZs der Republik. Es gibt eben, und daran ist nichts zu rütteln, immer die zwei Pole der Gleichspannung. Plus und Minus, Rot und Erde. Auch in sozialen Netzwerken. Dank einer kleinen Facebook-Applikation ist es jedem Nutzer möglich, neben seinen Freunden auch seine Feinde erfolgreich zu verwalten. Ein anti-soziales-Netzwerk, sozusagen. Über Enemybook, so der Name, lassen sich neue Feinde kategorisieren, Feinde der Feinde zu Freunden machen und Feinde anderer Freunde in die eigene Feindesliste aufnehmen. Oder die Freunde eigener Feinde ebenfalls zu Feinden machen. Oder die Freunde der Feinde eigener Freunde…
Vielleicht wäre eine Transformation dieses interpersonellen Dickichts auf die Corporate-Ebene ja durchaus interessant. Der Konkurrent eines Konkurrenten wäre dann der Partner, derweil der Konkurrent eines Partners dann auch der eigene Konkurrent wäre, und der Partner eines Konkurrenten…etc.



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Ich würde es da mit der Faustregel halten, nichts im Internet zu tun, was man seiner Mutter nicht zeigen würde. Und meine Mutter hat mir immer gesagt, dass man über Leute, über die man nichts Gutes sagen kann, lieber nichts sagen soll.