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Die Bundesliga und Facebook

Februar 2011 | Meinung von Tom Schoener | Neue Artikel per Mail erhalten

Es ist wahrlich keine Neuigkeit, dass Fußballvereine, so sie in den Spitzenligen der Welt vertreten sind, sich in mehr oder weniger große Unternehmen gewandelt haben. Unter dem Gesichtspunkt müssen sich die Verantwortlichen in gleicher Weise mit Trends in der Wirtschaft auseinandersetzen und folglich eben auch mit Social Media. Nun ist auf PR-Fundsachen ein sehr interessanter Artikel zu diesem Thema erschienen. Um genauer zu sein, es geht in diesem Beitrag um eine Studie, in der die Kommunikation der Bundesligisten mit ihren Fans auf Facebook kritisiert wird. Untersucht wurde inwieweit die Vereine auf Fanfragen eingehen, wie sie mit Spams und Beleidigungen umgehen und welcher Ton dabei angeschlagen wird – sprich Fragen nach einem funktionierenden Community-Management. Und die Ergebnisse sind alarmierend: 16 der 18 Bundesligisten haben ein eigenes Profil (Freiburg plant seinen Auftritt für die nächsten Wochen und Schalke 04 hat bewusst auf derartige Social-Media-Aktivitäten verzichtet).

bundesliga_facebook

Herausragend, so die Einschätzung im Beitrag ist keine der Vereinspages. Selbst der FC Bayern, mit 600.000 Fans auch hier der Primus, schafft es lediglich, die eigenen Website-Texte einfließen zu lassen. Das Resultat, mal tauchen deutsche, mal englische und manchmal sogar zweisprachige Texte auf. Mehrwert? Fehlanzeige. Diese Einschätzung mag ein wenig hart sein, da ab und an dann doch Aktionen wie: “Exklusiv nur für unsere Facebook-Fans! Das aktuelle Heimtrikot jetzt mit Gratis-Flock und 20% reduziert! Gültig bis einschließlich Sonntag, den 06.02.2011!” auftauchen. Insgesamt fehlt es jedoch einfach an einer Strategie, wie das auch bei vielen klassischen Unternehmen feststellbar ist. Es galt eben schnellstmöglich auf den Facebook-Zug aufzuspringen, also blieb keine Zeit, sich im Vorfeld nach dem Ziel der Reise zu erkundigen und die Social-Media-Aktivitäten zu planen. Folge ist, dass die Vereine weder die Potenziale von Facebook & Co. adäquat für ihre Zwecke nutzen noch souverän mit Spams und beleidigenden Äußerungen umgehen können.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, dem sei die Lektüre „Fans raus! Die Fußball-Bundesliga und Facebook“ auf PR-Fundsachen empfohlen. Hier findet sich auch ein ganz brauchbares Beispiel, wie man es als Fußballverein besser machen kann. Also lesen!

[Bildquelle: Screenshots der jeweiligen Facebook-Profile]

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1 Kommentar »

  1. wer nicht die notwendigen ressourcen für social media zur verfügung hat bzw. bereit stellen möchte, sollte auch lieber die finger davon lassen! der mehrwert ist sonst ganz schnell verschwunden. aber von kundenbindung (in kombination mit facebook) verstehen halt leider im sportmarketing sehr wenige etwas.

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