Verstecken gilt nicht!
August 2009 | Meinung von Claudia Morgenstern | Neue Artikel per Mail erhaltenDer Alptraum eines jeden Datenschützers ist nun „Augmented Reality“ geworden. Die Applikation TwittARound für das iPhone 3GS durchforstet die Twitterdaten und zeigt den Standort einzelner User an. Das ganze funktioniert mit Hilfe der integrierten Kamera, einem programmierten Kompass und GPS.
So faszinierend das Tool auf technischer Ebene wirkt, so unheimlich erscheint einem der Sinn der Sache. Denn durch Tools dieser Art wird die Anonymität des Einzelnen quasi auf ein Minimum reduziert und damit die persönliche Sicherheit angegriffen. Das dürfte – als logische Schlussfolgerung – nicht jeden erfreuen.
Protestwellen werden losgetreten, Politiker fordern entsetzt weitere zensursula-affine Gesetzen für die virtuelle Welt, Stalking erreicht ein völlig neues Level der Absurdität – bisher alles nur apokalyptische Visionen meiner ausschweifenden Fantasie. Doch wer weiß, auch Science-Fiction-Autoren, bekannt für ihre exorbitante Einbildungskraft, wurden lange belächelt – und nun? Nun gibt es Apps, die eher an einen SciFi-Roman erinnern, denn an die tatsächliche Realität. So schließt sich der Kreis. Gibt es also Grund zur Panik? Bisher ist das App nicht erhältlich, deswegen heißt es “To be continued…”.
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